Perkutane Elektrolyse},{

PE, EPTE, PNE, EPI, USGET

Die perkutane Elektrolyse ist eine Behandlungsmethode bei Sehnenbeschwerden. Eine dünne Nadel wird in die Sehne gestochen, woraufhin das Gerät einen schwachen Strom abgibt. Dieser Reiz sorgt für Schmerzlinderung und löst im Gewebe eine Entzündungsreaktion aus, die die Heilung fördert.

Welche Beschwerden werden mit perkutaner Elektrolyse behandelt?

Perkutane Elektrolyse ist eine Behandlung für hartnäckige Sehnenbeschwerden (Tendinopathien). Sehnenbeschwerden sind dafür bekannt, oft langanhaltend Schmerzen, Entzündungszeichen und eine eingeschränkte Funktion zu verursachen. Dadurch ist es häufig schwierig, alltägliche (Sport-)Aktivitäten auszuführen.

Eine vorübergehende Anpassung der (Sport-)Aktivitäten, Geduld und ein gutes Übungsprogramm reichen für viele Menschen aus, um ihre Beschwerden loszuwerden. Aber leider nicht für alle. Bei diesen Menschen kann perkutane Elektrolyse Abhilfe schaffen.

Was bewirkt die perkutane Elektrolyse im Sehnengewebe?

Ein Gerät für perkutane Elektrolyse besteht aus einem kleinen Kasten und einem Nadelhalter. Am Gerät stellt der Physiotherapeut die Einstellungen wie Stromstärke und Dauer ein. In den Nadelhalter setzt der Therapeut eine dünne Nadel ein. Das sind dieselben Nadeln, wie sie bei Akupunktur und Dry Needling verwendet werden.

Zusätzlich benötigt der Physiotherapeut ein Ultraschallgerät. Einerseits, um die richtige Diagnose zu stellen. Und andererseits, um die Nadel exakt an der richtigen Stelle in die Sehne zu platzieren. Es ist daher eigentlich besser, von ultraschallgesteuerter perkutaner Nadelelektrolyse zu sprechen.

Sitzt die Nadel einmal an der richtigen Stelle, gibt das Gerät einen schwachen Strom ab. Dieser Reiz setzt eine Reihe von Prozessen in Gang, die die Heilung der Sehne zusätzlich in die richtige Richtung lenken und für eine Schmerzlinderung sorgen. Diese Behandlung geht immer mit einer Anpassung der Belastung der verletzten Sehne und einem Übungsprogramm einher. Oft sind nur wenige Elektrolyse-Behandlungen nötig.

Welche Formen der perkutanen Elektrolyse gibt es?

Es gibt verschiedene Hersteller, die Geräte für perkutane Elektrolyse anbieten. Dies tun sie jeweils unter einem anderen (Marken-)Namen. Auch die Stromstärke unterscheidet sich je nach Gerät. 

Bei Geräten, die eine höhere Stromstärke verwenden, ist die Behandlungsdauer kürzer (einige Sekunden), aber auch schmerzhafter. Es gibt auch Geräte, die eine niedrigere Stromintensität verwenden. Die Behandlung dauert dann etwa anderthalb Minuten, ist aber im Allgemeinen nicht schmerzhaft. Die Gesamtmenge des Stroms, die durch die Sehne fließt, ist in beiden Fällen ungefähr gleich.

Perkutane Elektrolyse begegnet dir unter den folgenden Bezeichnungen:

  • EPTE (ultraschallgesteuerte perkutane therapeutische Elektrolyse)
  • PNE (percutaneous needle electrolysis)
  • EPI (intratissue percutaneous electrolysis)
  • USGET (ultrasound-guided galvanic electrolysis therapy)

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