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Schleimbeutelentzündung am Arm
Eine Schleimbeutelentzündung am Arm ist eine Reaktion eines Schleimbeutels auf eine Schädigung. Der Schleimbeutel ist ein kleines, mit Gelenkflüssigkeit gefülltes Säckchen zwischen Sehnen und Knochen. Seine Funktion ist, Schäden durch Reibung zu verhindern. Die dennoch entstehenden Schäden sind die Folge eines Traumas, Überlastung oder einer bakteriellen Infektion.
Im Arm gibt es mehrere Schleimbeutel. Der Schleimbeutel der Schulter und der Schleimbeutel des Ellenbogens sind am häufigsten betroffen.
Bei einer Entzündung füllt sich der Schleimbeutel und verursacht örtlich Rötung, Wärme, Schwellung und Druckschmerz. Die Entzündungsreaktion selbst ist ein Prozess aus mehreren aufeinanderfolgenden Ereignissen, wobei die erste Phase auf die Verhinderung weiterer Schäden und die Beseitigung der schädigenden Zellen abzielt.
Wie entsteht eine Schleimbeutelentzündung des Arms?
Eine Schleimbeutelentzündung des Arms kann plötzlich oder allmählich entstehen. In vielen Fällen ist Überlastung die Ursache. Eine Schleimbeutelentzündung des Arms wird jedoch auch häufig bei Studierenden festgestellt. Dies ist dann die Folge von zu häufigem oder zu langem Abstützen auf den Ellenbogen. Umgangssprachlich wird eine solche Schleimbeutelentzündung daher oft als Studentenellenbogen bezeichnet. Eine weitere mögliche Ursache ist ein Trauma, denken Sie an einen Schlag oder Sturz auf den Arm.
Auch Sportarten, bei denen der Arm häufig eingesetzt wird, wie Fitness, Softball oder Wasserball, sind Aktivitäten, bei denen eine Schleimbeutelentzündung des Arms relativ häufig auftritt.
Was sind die Symptome einer Schleimbeutelentzündung am Arm?
Schwellung, Wärme und Rötung sowie eine Bewegungseinschränkung des Ellenbogens sind die häufigsten Erscheinungen. Auch Schmerz ist ein oft genanntes Symptom. Dieser ist in der Regel scharf. Das Abstützen auf den Ellenbogen ist aufgrund der Schmerzen nahezu unmöglich.
Wie wird die Diagnose gestellt?
In den meisten Fällen sind ein Anamnesegespräch und eine körperliche Untersuchung, durchgeführt durch den Hausarzt oder Physiotherapeuten, ausreichend, um die Diagnose Schleimbeutelentzündung stellen zu können. Ergänzende Untersuchungen, beispielsweise Sonografie oder MRT-Scan, können helfen, das Ausmaß und die mögliche Ursache weiter zu erfassen, sind aber meist nicht nötig.
Bei Verdacht auf eine mögliche bakterielle Infektion kann der Facharzt eine Probe der Flüssigkeit mit einer Spritze entnehmen und untersuchen lassen.
Behandlung einer Schleimbeutelentzündung des Arms
Der Behandlungsplan bei einer Schleimbeutelentzündung des Arms ist oft zweiteilig:
- Die (akuten) Entzündungssymptome werden, wo möglich, mit Ruhe und gegebenenfalls Entzündungshemmern reduziert.
- Eine weitere wichtige Maßnahme ist die Übungstherapie.
Sobald der Ellenbogen wieder belastbar ist, kann der Physiotherapeut Übungen verordnen, um die Beweglichkeit zu verbessern und die umliegenden Muskeln zu stärken. Weitere Behandlungsmaßnahmen, die angewandt werden können, sind unter anderem Massage, Dehnungen und Gelenkmobilisationen.