Tramadol},{

Tramadol ist ein morphinähnliches Schmerzmittel und hat eine hemmende Wirkung auf Schmerzsignale im Gehirn. Dieser Effekt stammt vom wirksamen Stoff Opium. In der Medizin werden Medikamente mit Opium als Opiate bezeichnet.

Wofür wird Tramadol verwendet?

In der Praxis wird Tramadol als Muskelrelaxans verordnet, hauptsächlich aufgrund der beruhigenden Wirkung. Aufgrund der starken schmerzlindernden Wirkung kann Tramadol jedoch auch bei Nervenschmerzen, Gelenkschmerzen oder starken Schmerzen nach einer Operation eingesetzt werden.

Bei der Verordnung von Schmerzmitteln wird häufig die sogenannte Schmerzleiter verwendet. Dies ist ein Stufenplan der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Innerhalb dieses Stufenplans wird Tramadol erst verordnet, wenn mildere Schmerzmittel wie Paracetamol oder entzündungshemmende Arzneimittel, zum Beispiel Diclofenac oder Ibuprofen, nicht oder nicht ausreichend helfen.

Welche möglichen Nebenwirkungen hat Tramadol?

Neben der gewünschten Wirkung kann Tramadol auch Nebenwirkungen verursachen. Am häufigsten (bei 10 bis 30 von 100 Personen) treten Übelkeit, Benommenheit, Schläfrigkeit und möglicherweise eine verminderte Konzentrationsfähigkeit auf. Daher besteht in den ersten zwei Wochen der Einnahme von Tramadol ein Fahrverbot. Danach hängt es von den jeweiligen Nebenwirkungen ab.

Weniger häufig (bei 1 bis 10 von 100 Personen) sind Verstopfung, Mundtrockenheit, Schwindel, Juckreiz und Hautausschlag. Letztere beiden können auf eine Überempfindlichkeit gegenüber den Wirkstoffen hinweisen.

Dies ist eine kurze Übersicht über mögliche Nebenwirkungen von Tramadol. Eine ausführlichere Liste findet sich in der Packungsbeilage.

Wo ist Tramadol erhältlich?

Tramadol ist seit 1977 auf dem Markt und nur erhältlich, wenn es von einem Facharzt verordnet wird. Es ist als Tabletten, Kapseln, Tropfen, Zäpfchen und Injektionen verfügbar. Tramadol wird unter den Markennamen Tramagetic und Tramal oder als generisches Tramadol verkauft. Ganz gemäß der Schmerzleiter kann es auch in Kombination mit Paracetamol verordnet werden, zum Beispiel unter dem Markennamen Zaldiar.

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