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Schienbeinbruch
Tibiafraktur
Ein gebrochenes Schienbein ist ein Knochenbruch im Unterschenkel. Das passiert nicht so leicht; dafür ist meist viel Kraft nötig. Es treten sofort starke Schmerzen auf und Auftreten ist nicht mehr möglich. Die Heilung erfordert Zeit und Geduld.
Dieser Artikel behandelt die verschiedenen Ursachen, Merkmale und Behandlungsmöglichkeiten eines gebrochenen Schienbeins.
Wie entsteht ein gebrochenes Schienbein?
Da das Schienbein ein sehr starker Knochen ist, bricht es nicht so leicht. Meist ist dafür eine große Krafteinwirkung nötig. Ein gebrochenes Schienbein kann die Folge eines Traumas sein, etwa eines Verkehrsunfalls, eines Sturzes oder eines heftigen Schlages bzw. Tritts direkt gegen das Schienbein. Häufig bricht gleichzeitig mit dem Schienbein auch das Wadenbein. Man spricht dann von einer Unterschenkelfraktur oder Crurisfraktur.
In seltenen Fällen liegt bei einem gebrochenen Schienbein eine pathologische Fraktur vor. Durch eine zugrunde liegende Erkrankung wie Knochenschwund (Osteoporose) oder Knochenkrebs ist der Knochen so geschwächt, dass er bereits bei einer geringen Einwirkung oder Kollision bricht.
Merkmale (Symptome) eines gebrochenen Schienbeins
Ein Schienbeinbruch geht stets mit plötzlich einsetzenden, starken Schmerzen einher. Außerdem ist es nicht mehr möglich, das Bein zu belasten. In vielen Fällen ist der Unterschenkel fehlgestellt, insbesondere wenn auch das Wadenbein gebrochen ist. Bei einer offenen Fraktur ragt ein gebrochenes Knochenstück durch die Haut nach außen.
Drückt ein gebrochenes Knochenstück auf Nerven, kann dies zu Lähmungen der Muskulatur oder zu Gefühlsveränderungen und Kribbeln in Bein und Fuß führen.
Wie wird ein gebrochenes Schienbein festgestellt (diagnostiziert)?
Ein Schienbeinbruch lässt sich häufig bereits im Anamnesegespräch und bei der körperlichen Untersuchung durch den Hausarzt oder Physiotherapeuten gut erkennen. Bei Verdacht auf einen Knochenbruch wird im Krankenhaus eine Röntgenaufnahme gemacht, auf der die Fraktur gut zu sehen ist. Anschließend werden bei Bedarf noch eine CT- und/oder MRT-Aufnahme angefertigt. Diese liefern weitere Klarheit über mögliche Schäden an Nerven, Muskeln oder umliegendem Gewebe.
Behandlung eines gebrochenen Schienbeins
Die Behandlung eines gebrochenen Schienbeins hängt von Schweregrad und Lokalisation der Fraktur ab. Nach den Untersuchungen im Krankenhaus entscheidet der Arzt, ob eine Operation erforderlich ist.
Während des Eingriffs bringt der Chirurg die Knochenfragmente wieder in die richtige Position und fixiert sie mit Metallplatten und Schrauben. Diese können in der Regel dauerhaft im Körper verbleiben.
Ist keine Operation notwendig, wird die Fraktur gegebenenfalls zunächst eingerichtet und anschließend mit einer Schiene oder einem Gipsverband behandelt. Die Gipsphase dauert meist sechs Wochen. In dieser Zeit darf das Bein gar nicht oder nur teilweise belastet werden. Zur Linderung von Schmerzen und Schwellung verordnet der Arzt häufig Medikamente.
Etwa sechs Wochen nach der Operation oder im Anschluss an die Gipsphase ist das Bein wieder belastbar. Es ist wichtig, dies vorsichtig zu steigern. Während der Genesung ist die Unterstützung durch einen Physiotherapeuten sinnvoll. Die Behandlung zielt auf die Wiederherstellung der normalen Beweglichkeit und die Kräftigung des Beins ab. Der Physiotherapeut setzt hierzu unter anderem Mobilisationen, Übungstherapie, Massage und Medical Taping ein.
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