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- Anatomie der Bauchmuskeln},{
Anatomie der Bauchmuskeln},{
Die Bauchmuskeln bestehen aus nicht weniger als 4 verschiedenen Muskelpaaren. Diese Muskeln befinden sich links und rechts der Mittellinie auf Höhe des Nabels. Die Bauchmuskeln haben eine Funktion in der Haltung und Bewegung von Rumpf und Becken. Außerdem beeinflussen sie die Lage der Bauchorgane und sind bei der (kräftigen) Ausatmung, beim Pressen, Husten und Niesen aktiv.
Die Bauchmuskeln lassen sich unterteilen in:
- Gerade Bauchmuskeln (Musculus rectus abdominis)
- Quere Bauchmuskeln (Musculus transversus abdominis)
- Innere schräge Bauchmuskeln (Musculus obliquus internus abdominis)
- Äußere schräge Bauchmuskeln (Musculus obliquus externus abdominis)
Gerade Bauchmuskeln
Vorne liegen die geraden Bauchmuskeln (M. rectus abdominis). Die geraden Bauchmuskeln verlaufen in zwei Strängen links und rechts der Mittellinie von oben nach unten. Oben sind sie am Brustbein befestigt und unten mit dem Schambein verbunden. Die Muskelfasern der geraden Bauchmuskeln werden an mehreren Stellen durch Sehnengewebe unterbrochen. Dadurch entsteht das charakteristische Kachelnmuster oder der 'Sixpack', dem viele nacheifern.
Spannen die geraden Bauchmuskeln an, bewegen sich Becken und Brustkorb aufeinander zu. Das Becken kippt dadurch nach hinten, die Gesäßregion wird etwas abgeflacht und die Lendenwirbelsäule rundet sich. Diese Bauchmuskeln arbeiten also stark bei Bauchmuskelübungen wie Sit-ups oder Crunches. Sind diese Muskeln schwach, sieht man häufig eine verstärkte Hohlkreuzhaltung (Lordose).
Weiter seitlich darüber liegen die schrägen und queren Bauchmuskeln in 3 Schichten übereinander.
Quere Bauchmuskeln
Die queren Bauchmuskeln (M. transversus abdominis) bilden die unterste Schicht mit überwiegend horizontal verlaufenden Muskelfasern. Sie sind an den unteren Rippen, einer großen Sehnenplatte am Rücken und dem Beckenrand befestigt.
Die Anspannung der queren Bauchmuskeln bringt den Rumpf nicht wirklich in Bewegung, wirkt sich aber vor allem auf die Lage der Bauchorgane aus. Spannst du diese Muskeln an, verringert sich der Taillenumfang. Die Bauchorgane verlagern sich dadurch eher nach unten und/oder oben. Dabei werden die queren Bauchmuskeln von den anderen 3 Bauchmuskeln unterstützt.
Innere schräge Bauchmuskeln
In der mittleren Schicht liegen die inneren schrägen Bauchmuskeln (M. obliquus internus abdominis). Diese verlaufen vom Beckenrand schräg nach vorn und oben zu den Rippen. Spannen die inneren schrägen Bauchmuskeln an, zieht das Becken seitlich nach oben in Richtung der Rippen. Sie helfen zudem bei der Rotation des Rumpfes.
Äußere schräge Bauchmuskeln
In der oberflächlichsten Schicht liegen die äußeren schrägen Bauchmuskeln (M. obliquus externus abdominis). Sie stehen nahezu im rechten Winkel zu den inneren schrägen Bauchmuskeln und drehen den Rumpf daher in die entgegengesetzte Richtung. Außerdem ziehen sie, genau wie die geraden Bauchmuskeln, Becken und Rippen aufeinander zu.
Sehnenplatte (Aponeurose)
An der Vorderseite des Bauchs kommen die Sehnenfasern der Bauchmuskeln von der linken und rechten Seite zusammen. Dort bilden sie eine große Sehnenplatte oder Aponeurose. Sie kreuzen und überlappen sich stark, sodass eine Art Flechtwerk entsteht. Dieses kann sehr viel Kraft übertragen. In der Mitte ist die Überlappung am größten und es hat sich eine Bindegewebslinie gebildet. Weil Sehnen- und Bindegewebe weiß aussehen, nennt man sie Linea alba oder weiße Linie.
Dennoch kann es in dieser Linie Schwachstellen geben, an denen ein Bruch (Hernie) entstehen kann. Ein Teil der Organe wölbt sich dann durch die Bauchwand nach außen. Das zeigt sich als Beule am Bauch.
Bauchmuskelübungen
Viele Menschen wünschen sich einen flacheren Bauch oder einen schönen 'Sixpack'. Um das zu erreichen, trainieren sie die Bauchmuskeln. Dafür gibt es sehr viele verschiedene Übungen. Doch nicht alle Übungen sorgen automatisch für einen flacheren Bauch oder eine schlankere Taille. Oft ist es notwendig, auch andere Trainingsformen wie Laufen oder Radfahren zu machen, um abzunehmen und die gewünschte Figur zu erreichen.
Außerdem spielt eine gute Ernährung eine große Rolle. Erst bei einem niedrigen Körperfettanteil werden die Bauchmuskeln wirklich sichtbar. Um einen groben Eindruck zu bekommen, ob du ein gesundes Gewicht hast, kannst du deinen BMI berechnen.
Ein weiterer Grund für Bauchmuskelübungen ist, körperliche Beschwerden, zum Beispiel durch ein Haltungsproblem oder Rückenschmerzen, zu verhindern oder zu vermindern.
Übungen
Ein gutes Trainingsprogramm für die Bauchmuskeln besteht aus verschiedenen Übungen, bei denen du alle Bauchmuskeln trainierst. Die korrekte Ausführung dieser Übungen ist dabei sehr wichtig.
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