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Myofeedback
Muskeln senden kleine elektrische Signale aus. Myofeedback misst das elektrische Signal eines Muskels mithilfe von Elektroden. Myofeedback oder 'Muskelrückmeldung' liefert auf diese Weise Informationen über die Aktivität eines Muskels in Ruhe und während der Bewegung.
Wie funktioniert Myofeedback?
Eine Untersuchung mit Myofeedback zeigt, ob ein Muskel entspannt oder stark angespannt ist. Über ein Signal ist sichtbar und/oder hörbar, wie hoch die Muskelaktivität ist. Myofeedback ähnelt sehr dem Verfahren, das wir Elektromyografie nennen, auch EMG-Untersuchung genannt.
Myofeedback kann als Ergänzung zur körperlichen Untersuchung, aber auch während der Behandlung eingesetzt werden. Eine Physiotherapeutin oder ein Physiotherapeut prüft dabei, ob ein Muskel eine zu hohe oder zu niedrige Spannung hat und ob dies die Beschwerden verursacht.
In der Behandlung wird daran gearbeitet, den bzw. die betreffenden Muskel(n) bewusst an- oder zu entspannen. Dies mithilfe der Rückmeldung des Geräts, gefolgt von (Entspannungs-)Übungen und weiteren Empfehlungen. Mit der Zeit soll dann auch ohne Myofeedback-Gerät wieder die richtige Balance entstehen.
Beckenbodentherapeutinnen und -therapeuten setzen Myofeedback regelmäßig ein, um die Aktivität der Beckenbodenmuskulatur zu messen. Aber auch für Menschen, die z. B. sehr angespannt am Schreibtisch sitzen und dadurch Nacken- und Rückenbeschwerden entwickeln, ist es ein nützliches Hilfsmittel. Hier ist es ebenfalls wichtig, Körperhaltung und Arbeitsplatz zu betrachten und falls nötig anzupassen.
Es gibt auch tragbare Myofeedback-Geräte. Ihr Vorteil ist, dass sie während alltäglicher Aktivitäten getragen werden können. So messen sie die Muskelspannung über einen längeren Zeitraum.