Punktion

Wenn ein Arzt oder eine Pflegekraft eine Nadel an eine Stelle des Körpers setzt, um Zellen oder Flüssigkeit zu entnehmen, spricht man von einer Punktion. Eine Punktion wird mit einer dünnen hohlen Nadel durchgeführt.
Nach der Punktion wird der Inhalt der Spritze (Punktat) ins Labor geschickt. Dort prüft ein Laborant unter dem Mikroskop, ob Auffälligkeiten oder eine Erkrankung vorliegen.

Arten von Punktionen

Es gibt verschiedene Arten von Punktionen. Eines haben sie gemeinsam: Was auch immer aus dem Körper entnommen wird, es geschieht mit einer dünnen hohlen Nadel. Bekannte Beispiele sind:

  • Die Blutabnahme.
  • Das Absaugen von Flüssigkeit aus einem geschwollenen Gelenk.
  • Fruchtwasserpunktion in der Schwangerschaft.
  • Das Aspirieren von Zellen aus einer Entzündung.

Wer führt die Punktion durch?

Eine Pflegekraft oder ein Arzt führt die Punktion durch. Muss an schwerer zugänglichen oder riskanteren Stellen, zum Beispiel am Hals, punktiert werden, findet sie in der Abteilung Radiologie des Krankenhauses statt. Häufig erfolgt die Punktion dann unter Ultraschallsteuerung oder während einer CT-Aufnahme. So ist gut zu erkennen, ob die Nadel an der richtigen Stelle sitzt. Die Punktion verläuft dadurch präziser und angenehmer.

Wie bereitest du dich auf eine Punktion vor?

Du kannst dich nicht sehr viel auf eine Punktion vorbereiten. Es gibt jedoch ein paar Dinge zu beachten:

  • Setze die Einnahme von Antikoagulanzien vorübergehend aus, da sie das Blutungsrisiko erhöhen. Tu dies in Absprache mit dem Arzt.
  • Iss und trinke zwei Stunden vorher nichts mehr.
  • Bitte gegebenenfalls jemanden, dich ins Krankenhaus zu begleiten.

Während der Punktion

Eine Punktion ist kein großer Eingriff. Meist erfolgt sie ohne Betäubung, es sei denn, im selben Bereich sind mehrere Stiche erforderlich.
Nachdem die Haut desinfiziert wurde, sticht der Arzt die Nadel an der richtigen Stelle ein. Um genügend Zellen zu gewinnen, bewegt der Arzt die Nadel manchmal etwas auf und ab. Wenn ausreichend Material aspiriert wurde, wird die Nadel wieder entfernt. Die Punktion ist dann abgeschlossen. Insgesamt dauert die Untersuchung etwa 20 bis 60 Minuten.

Nach der Punktion

Nach der Punktion kannst du in der Regel sofort wieder nach Hause gehen. Eine Punktion führt meist nicht zu schweren Nebenwirkungen. Die Einstichstelle kann jedoch noch einige Tage empfindlich sein oder es kann ein Bluterguss entstehen. Darüber musst du dir keine Sorgen machen.

Das Ergebnis der Untersuchung liegt in der Regel nach etwa einer Woche vor. In dieser Zeit wird das Punktat untersucht. Das Ergebnis der Laboruntersuchung erhältst du über den behandelnden Arzt oder den Hausarzt.

Unterschied zwischen Punktion und Biopsie

Eine Punktion und eine Nadelbiopsie werden gelegentlich verwechselt. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei einer Biopsie Gewebe entnommen wird, statt nur Flüssigkeit oder Zellen. Dafür verwendet der Arzt eine dickere hohle Nadel.

Auch die Entnahme von Gewebe während einer Operation fällt unter den Begriff Biopsie. Dies geschieht dann mit einem Messer oder einer Zange anstelle einer Nadel. Ein Biopsat liefert in der Regel mehr Informationen über eine Erkrankung oder Auffälligkeit als ein Punktat.

Hervorgehobene Erkrankungen

Praxen pro Bundesland

Diese Seite teilen Machen Sie den Selbstcheck