- Rehabilitationshilfsmittel
- Kompressionsstrümpfe
Kompressionsstrümpfe
Stützstrümpfe
Kompressionsstrümpfe sind lange Socken, die eng um den Fuß und den Unterschenkel sitzen. Sie sind bei Sportlern sehr beliebt. Aber auch ältere Menschen tragen sie häufig, wenn sie unter Flüssigkeitseinlagerungen in den Beinen leiden. Die positiven Effekte von Kompressionsstrümpfen werden durch wissenschaftliche Forschung nicht immer unterstützt.
Wie wirken Kompressionsstrümpfe?
Körperflüssigkeit sackt durch die Schwerkraft in Richtung Füße und Unterschenkel. Durch Bewegung oder das Hochlagern der Beine wird diese Flüssigkeit wieder abtransportiert und vom Körper aufgenommen. Geschieht dies nicht oder liegt eine Störung der Blut- oder Lymphgefäße vor, kann sich Flüssigkeit ansammeln und zu Beschwerden führen.
Kompressionsstrümpfe unterstützen den Abtransport von Flüssigkeit und der darin enthaltenen Abfallstoffe. Das tun sie, indem sie die Flüssigkeit gewissermaßen nach oben in Richtung Oberschenkel "auspressen" oder "drücken", wo die Gefäße größer sind. Die Strümpfe sitzen nämlich am Knöchel sehr straff, und der Druck nimmt in Richtung Knie allmählich ab. Das fördert die Durchblutung in den Unterschenkeln.
Wofür sind Kompressionsstrümpfe gut?
Kompressionsstrümpfen werden viele Vorteile zugeschrieben. Einige Beispiele sind:
- Unterstützung des Blutkreislaufs und des Abtransports von Abfallstoffen.
- Verringerung von Schwellungen in Füßen, Sprunggelenken und Unterschenkeln.
- Vorbeugen oder Verringern von Muskelkater und müden Beinen.
- Dämpfung von Vibrationen der Unterschenkelmuskulatur während der Bewegung, mit weniger Muskel- und Sehnenverletzungen als Folge.
- Vorbeugen von Thrombosen (Blutgerinnseln) und Krampfadern.
- Förderung der Erholung nach Belastung.
Für wen sind Kompressionsstrümpfe geeignet?
Viele Menschen können vom Einsatz von Kompressionsstrümpfen profitieren. Viele Sportlerinnen und Sportler verwenden sie während oder nach der Belastung. Sie haben das Gefühl, dass die sportliche Leistung verbessert wird oder sie besser regenerieren. Ob das wirklich so ist, darüber sind sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler noch nicht einig. Es kann also auch ein Placebo-Effekt vorliegen. Das bedeutet: Die Trägerin oder der Träger der Kompressionsstrümpfe glaubt, dass sie wirken, und erlebt dadurch positive Effekte.
Aber auch Menschen, die sich wenig bewegen, weil sie zum Beispiel einen stehenden oder sitzenden Beruf haben, eine lange (Flug-)Reise machen oder schwanger sind, können vom Tragen von Kompressionsstrümpfen profitieren. Kompressionsstrümpfe sind in Sportgeschäften oder online in vielen modischen Farben erhältlich.
Stützstrümpfe
Menschen, die unter Ödem (Flüssigkeitsansammlung) oder einer Störung der Lymph- oder Blutgefäße leiden, tragen ebenfalls Kompressionsstrümpfe. Diese werden dann Stützstrümpfe genannt. Das Tragen dieser Stützstrümpfe hat also eine medizinische Notwendigkeit.
Ältere Menschen tragen sie häufig. Außerdem bewegen sie sich aufgrund einer Erkrankung oder des Alters oft zu wenig. Das verschlimmert die Probleme. Weil Stützstrümpfe so straff sitzen, braucht die Person, die sie trägt, beim An- und Ausziehen häufig Hilfe. Stützstrümpfe sind in verschiedenen Größen erhältlich, werden aber auch oft maßgefertigt. So üben sie den richtigen Druck aus.