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Harte Halskrause
Harte Halskrause, harte Nackenorthese
Eine harte Halskrause ist eine Stützbandage (Orthese) aus hartem Kunststoff mit weicher Innenpolsterung, die den Nacken unterstützt. Bewegungen von Kopf und Nacken sind mit diesem Typ Halskrause nicht möglich.
Wann trägt man eine harte Halskrause?
Eine harte Halskrause wird bei einem Bruch von einem oder mehreren Halswirbeln, bei Instabilität der Halswirbelsäule, nach einer Operation oder bei (möglichen) Schädigungen des Nackens direkt nach einem Unfall getragen. Für die Heilung oder um weitere Schäden zu verhindern, ist es dann wichtig, dass der Nacken sich nicht bewegt. Die Halskrause schützt den Nacken, verhindert aber auch Schädigungen des Rückenmarks und der Nerven. Eine Lähmung von (Teilen von) Körperregionen wird so verhindert.
Was bewirkt eine harte Halskrause?
Die Halskrause sorgt dafür, dass Kopf und Nacken sich nicht bewegen können. Eine harte Halskrause bietet Stabilität und Schutz für den Nacken. So bekommt der Nacken die Chance zu heilen. Die Nackenmuskeln und -gelenke werden mit der Zeit durch das Tragen der Halskrause allerdings schwächer. Meist muss die Halskrause 24 Stunden am Tag getragen werden, also auch ‘s nachts.
Während des Tragens der harten Halskrause sind Autofahren, Radfahren, intensiver Sport und andere schwere Aktivitäten verboten.
Die behandelnde Ärztin oder der behandelnde Arzt legt fest, wie lange die harte Halskrause getragen werden muss. Manchmal ist es hilfreich oder sogar nötig, das Tragen der Halskrause schrittweise zu reduzieren. Der Nacken ist geschwächt und nicht mehr daran gewöhnt, den Kopf den ganzen Tag über selbstständig zu tragen. Danach können die Beweglichkeit der Nackengelenke und die Kondition der Muskeln wieder langsam aufgebaut werden.
Bei weniger schweren Erkrankungen kann auch eine weiche Halskrause eingesetzt werden. Diese bietet weniger Schutz, lässt noch etwas Bewegung zu und muss nicht den ganzen Tag getragen werden.