Lungenentzündung

Eine Lungenentzündung ist eine Entzündung der unteren Atemwege, hauptsächlich der Lungenbläschen und des umgebenden Gewebes. Manchmal ist nur ein bestimmter Bereich in der Lunge entzündet. Aber die Entzündung kann auch über eine ganze Lunge oder beide Lungen verteilt sein. Bei einer Entzündung beider Lungen spricht man von einer beidseitigen Lungenentzündung.

Der Körper wird mittels einer Entzündungsreaktion versuchen, die Bakterien oder das Virus zu beseitigen. Bei diesem Entzündungsprozess kann Schleim in der Lunge entstehen. Dieser Schleim, zusammen mit einer Reizung der Lunge, kann einen Hustenreiz verursachen. Er sorgt außerdem dafür, dass der Gasaustausch in den Lungenbläschen vorübergehend weniger effektiv ist.

Wie entsteht eine Lungenentzündung?

In den meisten Fällen wird eine Lungenentzündung durch Bakterien verursacht. Die bekannteste Variante ist das sogenannte Streptococcus pneumoniae-Bakterium.

Nach einer bakteriellen Lungenentzündung ist ein Virus der häufigste Auslöser. Zum Zeitpunkt des Schreibens (2020) gibt es einen weltweiten Ausbruch des COVID-19-Coronavirus. Dieses Virus kann eine Lungenentzündung verursachen und ist bei Einatmen des Virus oder körperlichem Kontakt mit einer infizierten Person sehr ansteckend.

Auch ein Parasit, Pilz oder das Einatmen eines reizenden Gases oder Staubs können eine Lungenentzündung auslösen, obwohl diese Ursachen seltener vorkommen.

Eine Lungenentzündung kann jeden treffen, es gibt jedoch Menschen mit einem erhöhten Risiko. Zu dieser Risikogruppe gehören sehr kleine Kinder, ältere Menschen und Raucher, aber auch Menschen mit einem geschwächten Immunsystem oder einer chronischen Lungenerkrankung.

Was sind die Symptome einer Lungenentzündung?

Die häufigsten Beschwerden bei einer Lungenentzündung sind (hohes) Fieber und/oder Schüttelfrost, Kurzatmigkeit und Husten. Wenn der Husten mit Schleimproduktion einhergeht, ist dieser Schleim bei einer beginnenden Lungenentzündung fast immer gelb oder grün. Es kann auch ein Brustschmerz vorhanden sein, der sich beim tiefen Einatmen und Husten verschlimmert.

Weitere mögliche Beschwerden sind ein allgemeines Krankheitsgefühl, denken Sie hierbei an verminderten Appetit, Müdigkeit und Kopfschmerzen.

Wie wird die Diagnose Lungenentzündung gestellt?

Eine Lungenentzündung lässt sich nach einer körperlichen Untersuchung und ergänzenden Tests gut durch den Hausarzt diagnostizieren. Der Hausarzt wird zunächst die Vitalfunktionen untersuchen. Dies geschieht durch Messen von Blutdruck, Temperatur, Herzfrequenz, Atemfrequenz und dem Sauerstoffgehalt im Blut.

Die Durchführung einer Blutuntersuchung gibt mehr Aufschluss über eventuell erhöhte Entzündungswerte. Eine Sputumkultur, bei der der abgehustete Schleim etwa eine Woche lang angezüchtet wird, bringt die mögliche Ursache der Lungenentzündung in Erfahrung. Bei Zweifel an einer Lungenentzündung oder um andere mögliche Ursachen der Beschwerden zu untersuchen, kann der Hausarzt eine Überweisung für eine Röntgenaufnahme ausstellen.

Was ist die Behandlung einer Lungenentzündung?

Im Fall einer festgestellten Lungenentzündung verschreibt der Hausarzt fast immer eine Antibiotikakur mit einer Dauer von sieben bis zehn Tagen. Die Lungenentzündung wird zum größten Teil während dieser Antibiotikakur abklingen. Das hohe Fieber und das allgemeine Krankheitsgefühl nehmen meist nach einigen Tagen ab. Die Hustenbeschwerden können jedoch noch einige Wochen anhalten. Kurzatmigkeit und Müdigkeit sind in manchen Fällen sogar nach einigen Monaten noch bemerkbar.

Bei einer schwereren Lungenentzündung kann ein Krankenhausaufenthalt notwendig sein. Hier wird neben der Verabreichung von Antibiotika, wo nötig, der Körper mit Flüssigkeit über eine Infusion und mit zusätzlichem Sauerstoff unterstützt.

Bei der Genesung von einer Lungenentzündung kann der Physiotherapeut beim Wiederaufnehmen und Steigern der täglichen Aktivitäten begleiten. Wichtige Säulen hierbei sind der Ausbau der Ausdauer und der Aufbau der Muskelkraft mittels aktiver Übungstherapie.

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